Gewinner des Gesundheitskompetenzpreises 2012

Die Allianz Gesundheitskompetenz hat 2012 zum ersten Mal den Preis für Gesundheitskompetenz verliehen. 

Gewinner des Gesundheitskompetenzpreises 2012 und deren Projekte:

1. Preis HEKS Neue Gärten Aargau/Solothurn - Familiengärten für Flüchtlingsfrauen
HEKS - Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz, Aargau / Solothurn
Das Projekt HEKS Neue Gärten Aargau/Solothurn - Familiengärten für Flüchtlingsfrauen wurde vom HEKS - Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz initiiert. Flüchtlingsfrauen leiden unter der Entwurzelung mit all ihren körperlichen und seelischen Folgen. Die meisten sind arbeitslos und leben mit oder ohne Familie isoliert in ihren Wohnungen. Die soziale Vernetzung fehlt oft. Bei vielen Flüchtlingsfrauen gehörte vor der Flucht aus der Heimat Garten- und Feldarbeit zum Alltag. Sie haben jedoch in der Schweiz oftmals keinen Zugang zu Schrebergärten. Deshalb pachtet HEKS Gartenparzellen in öffentlichen Familiengartenarealen an verschiedenen
Standorten in den beiden Kantonen und bewirtschaftet die „Pflanzplätze“ mit Flüchtlingsfrauen. Der Zugang zum Projekt ist auch für bildungsferne Frauen einfach und gibt ihnen die Möglichkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, Deutsch zu sprechen, Informationen zu gesunder Ernährung und Bewegung zu erhalten, ihr Wissen einzubringen und Neues zu lernen.

Der zweite Preis wurde gleich zwei Projekten verliehen.

2. Preis Gesundheitscoaching: Patient und Arzt als Partner. Förderung von Gesundheitskompetenz und gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen in der Arztpraxis
Kollegium für Hausarztmedizin KHM, Bern
Projekt Gesundheitscoaching: Patient und Arzt als Partner vom Kollegium für Hausarztmedizin KHM in Bern leistet einen direkten Beitrag zur Förderung von Gesundheitskompetenz sowie zu gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen in der Arztpraxis. Das Gesundheitscoaching unterstützt den Patienten dabei, seine Erfahrungen mit dem Wissen des Arztes zu kombinieren, um erfolgreich und nachhaltig sein Gesundheitsverhalten zu optimieren und zu verbessern. Das Gesundheitscoaching verteilt somit die Rollen neu: Der Patient hat die Hauptrolle. Der Arzt wird zum Coach des Patienten.

2. Preis Ethische Intervention als Beitrag zur Gesundheitsförderung in der Langzeitpflege
Pflegezentrum Mattenhof-Irchelpark, Zürich
Das Projekt Ethische Intervention als Beitrag zur Gesundheitsförderung in der Langzeitpflege vom Pflegezentrum Mattenhof-Irchelpark in Zürich beschreitet neue Wege zur Bearbeitung ethischer Fragen in der Langzeitpflege. Für das Personal, welches stark pflegebedürftige Menschen betreut, stellen sich ethische Fragen in wachsender Intensität. Ethische Fragestellungen, bei denen es keine per se „richtigen“ oder „falschen“ Entscheidungen gibt, bringend das Personal häufig in ein Dilemma. Es ist nachgewiesen, dass Mitarbeitende, die unter diesem Distress leiden, häufig Frust, Ärger und Schuldgefühle empfinden. Dies kann auch zu Symptomen des Burn-out-Syndroms führen, das Stressempfinden und die allgemeine Arbeitszufriedenheit beeinflussen. Das Projekt betrachtet das Thema "Ethik in der geriatrischen Langzeitpflege" aus dem Blickwinkel der betrieblichen Gesundheitsförderung und implementiert eine Ethikorganisation auf gesamtbetrieblicher Ebene. In einem interdisziplinär besetzten „Ethikforum“ werden offene Fragen zu aktuellen ethischen Problemstellungen im Betrieb diskutiert und gegebenenfalls Richtlinien vorgeschlagen. Mit der Durchführung von „Ethik-Cafés“ werden dauerhafte Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Ergänzend dazu kann eine beschlussfähige „Ethik Interventionsgruppe“ bei dringenden Fragestellungen aufgeboten werden.


        
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